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Die Initiative für Arbeitslose im Bistum Trier

Aktion Arbeit

Eine Perspektive für junge Menschen schaffen

Mit einem besonderen Angebot hilft die Caritas auf dem Weg ins Berufsleben

Betzdorf – Wenn der familiäre Rückhalt fehlt, ein geregelter Tagesablauf nicht richtig erlernt wurde, es in der Schule hapert oder es psychische Probleme gibt, ist der Weg ins Berufsleben für manche Jugendliche und junge Erwachsene ein sehr steiniger. Eben diese „Steine“ aus dem Weg zu räumen, eine Perspektive zu schaffen – das ist Aufgabe der „Perspektivenbüros“ des Caritasverbands Rhein-Wied-Sieg in Betzdorf und Altenkirchen. Ob Arbeitslosigkeit, Schulden, Wohnungslosigkeit oder Suchterkrankungen: Die Mitarbeitenden begleiten und unterstützen junge Menschen in schwierigsten Lebenssituationen. Gefördert wird das Perspektivenbüro nicht nur vom Jobcenter und dem Kreis Altenkirchen, sondern auch von der Aktion Arbeit. „Die Arbeit des Perspektivenbüros passt genau zu unserem Schwerpunktthema mit dem Titel ‚TAFF – Talente flexibel fördern‘“, erklärt Andrea Steyven, Geschäftsführerin der Aktion Arbeit. Denn hier gehe es um Jugendliche, „die ohne persönliche Zuwendung und ohne zusätzliche niedrigschwellige Unterstützung den Weg ins Berufsleben nicht finden würden“. Genau die habe „TAFF“ im Blick.

Brückenfunktion

Im Fokus stehen junge Leute wie Luisa. Die 23-Jährige ist wegen familiärer und privater Probleme psychisch sehr belastet und wird 2018 vom Jobcenter ans Perspektivenbüro verwiesen. Dort wird ihr ganz konkret geholfen: Bei der Suche nach einer Wohnung, dem Antrag auf Erstausstattung, bei der Ummeldung ihres Autos. Die Fachkräfte begleiten Luisa zu Terminen bei der Institutsambulanz in Kirchen und helfen ihr bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zur Medizinischen Fachangestellten – Luisas Wunschberuf. Sie erhält Hilfe beim Verfassen ihrer Bewerbungen, erzählt von ihrer ersten Probearbeit und wird immer wieder ermutigt, ihren Weg zu gehen. Schließlich beginnt sie ein Jahrespraktikum, in dem sie sich Vorkenntnisse für die spätere Ausbildung aneignet. Luisa fühlt sich dort wohl, der Kontakt zum Perspektivenbüro verringert sich – genau so, wie es sein soll, versichert Irina Ulbricht, Verantwortliche im Perspektivenbüro Betzdorf. „Wir nehmen eine Brückenfunktion ein und knüpfen Netzwerke – zu Familien, zur Jugendhilfe, zu Arbeitgebern. Dabei spielen wir die Rolle von Lotsen, Mittlern, Schlichtern und vor allem von Zuhörern.“

Insgesamt 60 Betreuungsplätze für junge Leute unter 25 bietet das Büro, wobei die Teilnehmenden vom Jobcenter jeweils für fünf Monate mit der Option auf Verlängerung überwiesen werden. In den vergangenen beiden Jahren betreuten die drei Fachkräfte insgesamt 231 junge Klienten. Am Anfang steht die Aufarbeitung persönlicher Problemlagen, dann der Versuch der Integration in Arbeit oder Ausbildung. Die Fachkräfte versuchen, zeitnah und unbürokratisch zu helfen, berichtet auch Monika Lautwein vom Caritasverband Rhein-Wied-Sieg. Die Palette der Unterstützungsmaßnahmen reiche dabei von einem „Weckdienst“ am Morgen über Taxi- und Kurierfahrten, Begleitung zu Gerichten, Ämtern, Banken und Beratungsstellen. Darüber hinaus beraten Irina Ulbricht und ihre Teamkolleginnen auch bei Partnerschaftsfragen, intervenieren bei Konflikten, machen Hausbesuche und helfen bei der Sichtung und Ordnung von Unterlagen. Sabine Schneider arbeitet erst seit Kurzem beim Perspektivenbüro. Ihr erster Eindruck: Hier wird kein Druck ausgeübt, sondern die Jugendlichen werden mit ihren Stärken und Schwächen angenommen. Erfolg ist hier anders definiert und es ist unglaublich wertvoll, Verbesserungen bei unseren Klienten zu sehen.“  

Stärken und Ressourcen ausbauen

Vor allem die oft schon seit Jahren verfestigte Hoffnungslosigkeit der Teilnehmenden zu durchbrechen sei eines der Hauptziele des Perspektivenbüros. Ob es das Nachholen eines Schulabschlusses, Weiterbildungen oder die Vermittlung in eine therapeutische Maßnahme seien – all das verbessere die Chancen der jungen Leute auf Integration im Arbeitsmarkt und damit auf gesellschaftliche Teilhabe. „Das Team versucht, die Stärken und Ressourcen, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mitbringen, auszubauen – immer individuell zugeschnitten und mit niedrigschwelligen Angeboten“, bestätigt auch Eberhard Köhler, Caritasdirektor im Caritasverband Rhein-Wied-Sieg. Und Andrea Steyven von der Aktion Arbeit unterstreicht: „Es ist gut, dass es solche Maßnahmen noch gibt und Jugendliche dadurch nicht verloren gehen. Und die beständige Auslastung der vorgehaltenen Plätze zeigt, wie nötig sie sind.“

Mehr Informationen gibt es bei Irina Ulbricht, E-Mail: irina.ulbricht(at)caritas-betzdorf.de oder bei Monika Lautwein, E-Mail: monika.lautwein(at)caritas-betzdorf.de oder unter Tel.: 02741-1823706.

Flutkatastrophe - Jetzt ist Solidarität gefragt

Seit der Nacht zum 15. Juli 2021 hat sich vieles verändert.
Menschen haben ihr Zuhause, ihr Hab und Gut, ihre Existenz verloren. Schlimmer noch: Viele Menschen haben ihr Leben verloren in den Wassermassen, die sich über Teilen unseres Bistums und darüber hinaus ergossen haben.

Das seit Monaten omnipräsente Coronavirus hat scheinbar an Wichtigkeit verloren. In den Vordergrund rückt die Sorge um die vielen, von der Katastrophe betroffenen Menschen. Eine große Welle der Solidarität zeigt sich in der Gesellschaft. Jeder hilft wo und wie er kann.

Besonders im Ahrtal fehlt es jetzt an allem. Um möglichst schnell und unbürokratisch Hilfe zur Verfügung zu stellen, wurden folgende Spendenkonten eingerichtet:
 

Diese Spendenkonten sind zur Nothilfe eingerichtet:

Spendenkonto von Bistum und Caritas
IBAN:  DE43 3706 0193 3000 6661 21
BIC: GENODED1PAX
Stichwort "Hochwasser 2021“

Spendenkonto Caritas Stiftung Menschen in Not
IBAN: DE43 3706 0193 3017 0010 18
BIC: GENODED1PAX
Stichwort "Hochwasser 2021“

Malteser Hilfsdienst e.V.
IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort: „Nothilfe in Deutschland“

Bitte denken Sie daran, dass Sie bei der Überweisung Ihren Namen und Adresse angeben, damit wir Ihnen eine Spendenquittung ausstellen können!

 

Weitere Informationen gibt es hier: www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser/

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CarMen gGmbH, der Inklusions- und Beschäftigungsgesellschaft der Koblenzer Caritas, sind seit dem 20. Juli im Einsatz, um bei der Beseitigung der Schlammmassen zu helfen und unbrauchbar gewordenes zu entsorgen. Die Bilder entstanden in und um die integrative Kindertagesstätte St. Hildegard in Bad Neuenahr- Ahrweiler, wo alles verwüstet und mit Schlamm überzogen ist. Fotos: Hermann Trapp

Aktion Arbeit: Bischof hat TAFF-Spendensumme verdoppelt

Rund 193.600 Euro fließen in die Förderung benachteiligter junger Menschen

Bistumsweit/Trier – Rund 96.800 Euro haben Privatpersonen und Unternehmen für die Kampagne TAFF – Talente flexibel fördern – der Aktion Arbeit im Bistum Trier gespendet. Allein beim TAFF-Benefizkonzert am Albert-Einstein-Gymnasium in Völklingen im vergangenen Dezember kamen rund 8.200 Euro zusammen. Bischof Dr. Stephan Ackermann hat den gesamten Betrag wie angekündigt aus den Mitteln des Bischöflichen Stuhls verdoppelt. Damit sind rund 193.600 Euro für die Unterstützung benachteiligter Jugendlicher auf ihrem Weg ins Berufsleben zusammengekommen. Über 200 junge Leute haben im Aktionszeitraum von der TAFF-Förderung profitiert. Wegen der Corona-Pandemie war das ursprünglich auf ein Jahr angelegte Projekt um weitere sechs Monate verlängert worden. Im Nachgang zur Kampagne will die Aktion Arbeit mit den sechs Kooperationspartnern Konsequenzen für das Handeln der Politik formulieren, die sich aus den gemeinsam gewonnenen Erkenntnissen ableiten. Die Marke TAFF soll als fester Bestandteil der Aktion Arbeit weiterentwickelt werden; es ist auch weiterhin möglich, für TAFF zu spenden.

Ohne alternative Finanzierung geht es nicht

„Der Bedarf an individueller Förderung für Jugendliche, die durch das Raster des klassischen Bildungssystems gefallen sind, nimmt deutlich zu“, erklärt Dr. Hans Günther Ullrich, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit im Bistum Trier. „Das hat das Resümee, das wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern gezogen haben, sehr deutlich gezeigt. Die vorhandenen öffentlichen Förderinstrumente reichen hier nicht aus – ohne alternative, zusätzliche finanzielle Förderung geht es nicht.“ Oftmals stünden kleineren Initiativen keine staatlichen Mittel zur Verfügung, wenn sie gezielt pädagogisch ausgefeilte und individuell auf die Bedürfnisse der jungen Klientel zugeschnittene Konzepte umsetzen möchten, bestätigt auch die Geschäftsführerin der Aktion Arbeit, Andrea Steyven. Die Arbeit von freien Trägern wie etwa dem Verein Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück e.V. (VBS) finanziert sich vorwiegend aus eigenen Produktionseinnahmen und Spendengeldern – öffentliche Zuschüsse erhält der Verein nicht. Die Jugendlichen, die dort eine Tischlerausbildung oder ein Praktikum absolvieren und an Sprach- und Bildungskursen teilnehmen, haben auf Anhieb keinen Einstieg in den Arbeitsmarkt gefunden; Grund dafür sind körperliche oder psychische Vorerkrankungen, persönliche Schicksalsschläge wie der Tod eines Elternteils, Lernschwächen oder Sprach- und Bildungsdefizite. Das VBS-Fazit der TAFF-Förderung: Trotz der Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise konnten vier von 17 dort geförderten jungen Menschen eine Ausbildung beginnen, zwei haben sogar eine feste Anstellung gefunden.

Konkrete Erfolge verzeichnen auch die übrigen fünf Projektpartner. So meldet Stefan Minning, Leiter der Beruflichen Integrationsdienste der Barmherzigen Brüder Saffig: „Vier von fünf jungen Menschen mit Behinderung, die bei uns den Ausbildungsgang Fachpraktiker Service in sozialen Einrichtungen absolviert haben, wurden von den Betrieben übernommen. Ohne intensive Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen.“ Der Bürgerservice Trier (BÜS) hat mit der Hilfe von TAFF eine halbe Psychologenstelle einrichten können. Die jungen Frauen und Männer, die dort eine Ausbildung absolvieren oder darauf vorbereitet werden, leiden zum Großteil an massiven psychischen Vorerkrankungen. Man könne nun viel schneller und gezielter auf individuelle Problemlagen eingehen als zuvor, berichtet Monika Berger von der BÜS-Geschäftsleitung. Darüber hinaus wurden verschiedene Trainingsformen, etwa ein Sozialkompetenz-Training, entwickelt; rund 150 junge Frauen und Männer haben davon profitiert. Der Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück hat mit TAFF-Unterstützung einen Entscheidungsfindungsparcours konzipiert, in dem im Rahmen des Lernpatenprojekts über 30 Achtklässler der Realschule-Plus in Traben-Trarbach geschult wurden. „In dem Workshop geben wir den Jugendlichen Strategien an die Hand, die ihnen helfen herauszufinden, welche Stärken sie haben, und wie sie sinnvolle Entscheidungen für ihre berufliche Zukunft treffen“, erklärt Projektkoordinatorin Silke Heiseler. Im Saarland konnten 14 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 an dem Berufsorientierungsprogramm der Erwerbslosenselbsthilfe Püttlingen (ESH) teilnehmen. Das Format setzte sich aus Informationsveranstaltungen und individuellen Gesprächsangeboten zusammen. Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr begleitete vier Absolventinnen des „Fit für die Pflege“-Programms bei ihrem Einstieg in die Ausbildung – zwei der Teilnehmerinnen konnten mit guten Ergebnissen abschließen.

Weitere Informationen zur TAFF-Kampagne und der Aktion Arbeit im Bistum Trier gibt es auf www.aktion-arbeit.de.

(ih)

Online-Benefizkonzert 

Mit einer besonderen Aktion hat das Albert Einstein Gymnasium in Völklingen zum Jahresende 2020 die Kampagne TAFF – Talente flexibel fördern unterstützt.

In Kooperation mit der Jugendkirche eli.ja, der Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats und unter Beteiligung von ehemaligen Absolventen des Gymnasiums sowie dem im Saarland sehr bekannten Entertainer Andreas Nagel wurde ein Benefizkonzert organisiert.
Zunächst als Präsenzveranstaltung geplant wurde „Classic meets Rock“ den sich verschärfenden Einschränkungen angepasst. Alle Sequenzen, einschließlich des Grußworts von Bischof Dr. Ackermann wurden vorproduziert und dann in mühevollen Stunden zusammengeschnitten. 

Herausgekommen ist ein tolles, knapp einstündiges Konzert mit einer großen musikalischen Vielfalt. Moderiert wurde das Konzert von Alisha Schmidt und Kerem Ece, zwei Fünftklässlern der Schule.

Anlässlich des Konzertes sind Spenden in Höhe von 8.200 Euro eingegangen, die durch Bischof Ackermann verdoppelt werden.

Wir danken dem Albert Einstein Gymnasium rund um Schulleiterin Dr. Doris Simon und allen Beteiligten für dieses überwältigende Zeichen der Solidarität.

 

Wie Corona den Ausbildungsmarkt bremst (Video)

Aktuell wurden zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr geschlossen. Ein Negativ-Trend, der seit 2008 anhält und sich durch die Corona-Krise dramatisch verstärkt. In Gastronomie und Touristik fallen mehr als die Hälfte der Ausbildungsplätze weg. Und wer heute nicht ausgebildet wird, fehlt morgen als Fachkraft.

Video vom 30.10.2020 (1:31 Min.) im ARD Morgenmagazin

 

"TAFF" eine Kampagne der AKTION ARBEIT im Bistum Trier für Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben

Es ist schwer zu verstehen, dass es trotz eines sehr großen Angebotes an Ausbildungsplätzen noch unversorgte Jugendliche gibt. Die Wahrnehmung in einem großen Teil der Öffentlichkeit scheint sich genau darauf zu beschränken. Bei der Gruppe der Jugendlichen, um die es in der Kampagne „TAFF“ gehen soll, handelt es sich nicht um Jugendliche, die „keinen Bock“ haben, die nicht wollen. Es geht hier um junge Menschen, die es aufgrund der Umstände, in denen sie leben, nicht besser können und denen ohne begleitende Hilfe der Schritt in ein Existenz sicherndes Berufsleben nicht gelingt.

Die Kampagne TAFF – Talente flexibel fördern – fördert ein Jahr lang sechs unterschiedliche Projekte, deren Ziel es ist, Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf eine gute Ausbildung zu ermöglichen und ihnen in schwierigen Übergangsphasen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

 

Bischof Ackermann verkündet Verlängerung der TAFF-Kampagne

Raum zum Leben und Lernen braucht Unterstützung

Sohrschied – Die TAFF-Spendenkampagne der Aktion Arbeit im Bistum Trier, die sich für junge Menschen in schwierigen Lebensphasen stark macht, wird bis zum Jahresende verlängert. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am vergangenen Donnerstag bei seinem Besuch im Verein Berufliches und Soziales Lernen (VBS) im Hunsrück verkündet. Die Freude darüber ist groß, und das nicht nur bei den acht jungen Männern, die dort eine Ausbildung zum Tischler absolvieren oder bald beginnen. Auch Sabine Bollhorst und Martin Mersch-Bollhorst, die sich dort seit Anfang der 1990er Jahre für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene einsetzen, sind erleichtert. Die Zusage bedeutet, dass sie zumindest einen Teil der Corona-bedingten Verluste wieder ausgleichen können. Dennoch ist die Situation weiterhin angespannt. Denn eines ist jetzt schon klar: Kann das erwartete Minus in der Kasse nicht in voller Höhe ausgeglichen werden, sieht es für die Zukunft des Vereins, der seit über drei Jahrzehnten jungen Menschen einen Start ins Berufsleben ermöglicht, düster aus. 

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TAFF vor Ort | Unsere Kampagnenpartner


Unsere Partner:

  • ESH Püttlingen, Unterstützung unversorgter Jugendlicher

    Seit 2011 führt die Erwerbslosenhilfe (ESH) das Berufsorientierungsprogramm "Entdecke Dein Talent“ des Ministeriums für Bildung und Forschung durch. Die MitarbeiterInnen der ESH arbeiten mit SchülerInnen der 7. und 8. Klassen einiger Gemeinschaftsschulen der Region mit dem Ziel, die Zahl der Ausbildungsabbrüche zu senken. In diesem Rahmen erarbeiten sie zusammen mit den Jugendlichen ein Stärkenprofil, das mit dem Wunschberuf abgeglichen wird. Daraufhin gibt die ESH Empfehlungen, welches Praktikum und welche Ausbildung zum Profil passen. Dennoch fällt es vielen Jugendlichen schwer, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Mit der Hilfe von TAFF strebt die ESH eine Zusammenarbeit mit Schulen an, deren SchülerInnen das Berufsorientierungsprogramm (BOP) bei der ESH bereits abgeschlossen haben und inzwischen SchulabgängerInnen der 9. Klasse sind. In eine Ausbildung begleitet werden sollen jene, die keinen gesicherten oder einen schlechten Hauptschulabschluss haben und deren Bewerbungsbemühungen bisher erfolglos waren oder noch gar nicht erfolgt sind. Sie erhalten Unterstützung und Begleitung bei der beruflichen Orientierung mit dem Ziel, in ein Ausbildungsverhältnis vermittelt, und auf die Aufnahme der neuen Tätigkeit vorbereitet zu werden.

    Ansprechpartnerin:
    Petra Margies
    Tel. 06898-69080-22
    E-Mail:  margies(at)esh-puettlingen.de
    https://www.esh-puettlingen.de/

  • Bürgerservice Trier, Psychologenstelle als Unterstützungsangebot

    Als größtes und ältestes Inklusionsunternehmen in der Region Trier ist die BÜS gGmbH Trägerin von verschiedensten arbeitsmarktpolitischen Projekten (AMP), v.a. für die Zielgruppen Jugendliche, Menschen mit Behinderung, Langzeitarbeitslose
    und Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Die Anzahl junger Menschen in diesen Projekten, die erhebliche psychische Probleme und Erkrankungen aufweisen, hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Der Auftrag der Kostenträger, diese jungen Menschen auf eine Ausbildung vorzubereiten, sie zu qualifizieren, auszubilden und während der Ausbildung zu begleiten, um ihnen somit eine berufliche Perspektive zu ermöglichen, kann mit dem hierfür bereitgestellten Personal (Fachanleitungen, Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte) nicht mehr zufriedenstellend geleistet werden. Zielgruppe des TAFF-Projektes sind daher Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf, die z.T. massive psychische Problemlagen aufweisen, die sie daran hindern, ihr Leben zu meistern sowie berufliche Perspektiven zu entwickeln und zu verfolgen. Mit den von der Aktion Arbeit für TAFF zur Verfügung gestellten Projektmitteln sollen die bereits bestehenden Unterstützungsstrukturen so weiterentwickelt werden, dass sie dem besonderen Bedarf dieser sich ständig vergrößernden Zielgruppe noch besser gerecht werden, damit sie trotz vielfältiger Beeinträchtigungen den Weg in eine nachhaltige berufliche Zukunft finden. Dies soll durch die Einstellung und Beschäftigung einer/eines Psychologin/Psychologen erreicht werden.

    Ansprechpartnerin:
    Monika Berger
    Tel. 0651-8250-160
    E-Mail: monika.berger(at)bues-trier.de
    https://www.bues-trier.de/startseite.html

  • Barmherzige Brüder Saffig, Fachpraktiker Service in sozialen Einrichtungen (FP SiSE)

    Die Ausbildung zum „Fachpraktiker Service in sozialen Einrichtungen“ nach § 66 Berufsbildungsgesetz (BBiG) bildet junge Menschen mit Lernbehinderungen in sozialen Einrichtungen zur Unterstützung der Serviceprozesse im Pflegealltag aus (Stationshilfen). Die „offizielle“ Unterstützung der Auszubildenden endet jedoch mit dem Ablegen der Abschlussprüfung und wird nicht weiter finanziert. Aus unserer Erfahrung wissen wir aber, dass die Jugendlichen just zu diesem Zeitpunkt dringend Unterstützung brauchen. Denn gerade der Übergang von der Ausbildung in eine sozialversicherungspflichtige Anstellung birgt die Gefahr des Scheiterns, weil die jungen Menschen und die Ausbildungsbetriebe von jetzt auf gleich ihre Unterstützung und ihre vertrauten Ansprechpartner verlieren. Mit TAFF wird die Unterstützung der Jugendlichen durch regelmäßige externe Anleitung, modulare Fortbildungen und Jobcoaching in dieser schwierigen Phase gewährleistet. Die Förderung durch TAFF soll die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen unterstützen und dabei helfen selbstständig zu werden, um eine langfristige Eingliederung in den neuen Beruf zu ermöglichen.

    Ansprechpartner:
    Stefan Minning
    Tel. 02632-491053
    E-Mail: s.minning(at)bb-saffig.de
    www.bb-saffig.de/bbsaf/index.php

  • Caritas Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., Ausbildungspatenschaftsprojekt an der Realschule Plus in Traben-Trarbach

    Die Grundidee des Projektes war es, die Schülerinnen und Schüler der Realschule Plus in Traben-Trarbach bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen. Dabei bewährte sich das Projekt als gute Orientierungshilfe. Nun soll es geöffnet werden für junge Menschen außerhalb der Schule. Es hat sich zudem gezeigt, dass es jungen Menschen zunehmend schwer fällt, Entscheidungen zu treffen – und das in einer Lebensphase, in der wichtige Weichen gestellt werden. Daher soll das Projekt um den Baustein „Entscheidungsfindung“ erweitert werden. Dabei sollen Strategien erarbeitet werden, die den Jugendlichen helfen, wohlüberlegte Entscheidungen zu treffen. Zusätzlich sollen die ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter den
    Jugendlichen bei Bedarf während der gesamten Ausbildungszeit zur Verfügung stehen, damit Schwierigkeiten rechtzeitig erkannt und bearbeitet werden können, denn nur so können drohende Ausbildungsabbrüche verhindert werden. Im optimalen Fall
    können die jungen Menschen von der Entscheidungsfindung bis hin zum Start in die berufliche Tätigkeit von ihren ehrenamtlichen Ausbildungspaten begleitet und unterstützt werden.

    Ansprechpartnerin:
    Silke Heiseler
    Tel. 06531 9660-0
    E-Mail: s.heiseler(at)caritas-meh.de
    http://www.caritas-mosel-eifel-hunsrueck.de/

  • Verein Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück e. V., Bildungs- und Berufsvorbereitungsmaßnahme

    Der gemeinnützige Verein Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück e. V. (VBS) wurde 1984 gegründet, um sich für die berufliche und persönliche Bildung von Benachteiligten einzusetzen. Trotz guter Arbeitsmarktlage gab und gibt es immer noch viele junge Menschen, die die Hürden auf dem Weg in eine Berufsausbildung nicht auf Anhieb überwinden können. Häufig hat eine belastende Situation im Elternhaus zu einer psychischen Instabilität geführt, die die Schullaufbahn beeinträchtigt. Hier setzt der Verein Berufliches und Soziales Lernen im Hunsrück an. In dem Projekt, das durch TAFF unterstützt wird, soll es um das Aufarbeiten schwerwiegender Bildungsdefizite oder psychosozialer Probleme gehen, um diese Jugendliche auf die Aufnahme einer Ausbildung vorzubereiten. Am Projekt sollen junge Menschen teilnehmen, die in der Schule schwach oder auffällig waren und deshalb keinen qualifizierten Abschluss erreichten. Ausgewählt werden sie in Absprache mit Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern oder auch auf eigenen Wunsch. So werden Jugendliche erreicht, die bereits durch viele Raster gefallen sind oder vom Bildungssystem gar nicht erfasst werden, weil sie keinen Rechtsanspruch auf Bildung haben, wie zum Beispiel Geflüchtete.

    Ansprechpartnerin:
    Sabine Bollhorst
    Tel. 06763 534
    E-Mail: info(at)vbs-sohrschied.de
    https://www.vbs-sohrschied.de/

  • Caritas Rhein-Mosel-Ahr e.V., Ausbildungsbegleitung in der Alten- und Krankenpflege

    Das Projekt „Fit für die Pflege“ wurde vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr schon zum siebten Mal erfolgreich durchgeführt. Es hat zum Ziel, langzeitarbeitslose Menschen, die Interesse an einer Tätigkeit im Bereich der Alten- und Krankenpflege haben, für die spezifischen Anforderungen dieses Arbeitsfeldes zu sensibilisieren und auf eine Ausbildung vorzubereiten. Darüber hinaus soll die Sozial-und Persönlichkeitskompetenz der Teilnehmenden gefördert werden. In dieser Gruppe gibt es immer wieder junge Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen, die erhebliche sprachliche Defizite haben. Die Teilnehmendenstruktur hat sich in den letzten Jahren dahingehend verändert, dass der Anteil der Menschen mit großen sprachlichen Defiziten knapp 80 % beträgt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass diese Situation massive Probleme im Berufsschulunterricht mit sich bringt und der Verbleib in der Ausbildung häufig nur mit erheblichem persönlichem Engagement der Mitarbeitenden aus „Fit für die Pflege“ möglich war. Genau hier setzt das Projekt „Ausbildungsbegleitung in der Alten- und Krankenpflege“ an. Den ehemaligen „Fit für die Pflege“-Teilnehmenden soll die Möglichkeit gegeben werden, zweimal wöchentlich in Form einer speziellen Nachhilfe die in der Berufsschule vermittelten Inhalte zu wiederholen, und zwar so, dass sie für die Auszubildenden verständlich werden. Eine Mitarbeiterin des Projekts, die die Teilnehmenden schon mehrere Monate betreut hat, steht dafür zweimal wöchentlich zur Verfügung. Darüber hinaus wird sie in engem Kontakt zu den Lehrfachkräften sowie zu den Praxisanleitungen in den Ausbildungsstellen stehen, um drohende Ausbildungsabbrüche
    frühzeitig zu erkennen und letztlich zu verhindern.

    Ansprechpartnerin:
    Eva Pestemer
    Tel. 02651-9869-153
    E-Mail: meurer-g(at)caritas-mayen.de
    http://www.caritas-rhein-mosel-ahr.de/


AKTION ARBEIT IM BISTUM TRIER

Die Aktion Arbeit als Initiative des Bistums Trier wurde 1983 vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen vom damaligen Bischof Dr. Hermann Josef Spital ins Leben gerufen - Damals ging man davon aus, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen handeln würde…

Auch wenn sich der deutsche Arbeitsmarkt in den zurückliegenden Jahren insgesamt positiv entwickelt hat, zeigt sich die Sockelarbeitslosigkeit weiter unverändert. Der Anteil der Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit an der Gesamtarbeitslosenzahl steigt weiter an. Die Chancen auf eine dauerhafte Vermittlung dieser Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt sind gering.

Grundanliegen der Aktion Arbeit ist es, Menschen beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit zu helfen, über Ursachen und Folgen von Arbeitslosigkeit aufzuklären und sich mit Projekten und Vorschlägen an einer aktiven Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu beteiligen.